Unsere geschihte
Vom 17 jahrhundert bis heute

Das Schloss Martinis Marchi

Im Jahre 1703, erhielten die drei Brueder Marchi Erlaubnis der venezianischen Regierung einen Turm und eine Kirche ueberhalb der Bucht von Maslinica zu erbauen. Zu dieser Zeit waren Piratenangriffe alltaeglich, neben erheblichen Anstrengungen der Kolonisten, wurde 2 Jahre spaeter ein Schloss mit Mauern zur Abwehr errichtet,und einem Turm, der die letzte Linie der Abwehr bedeutete.

Nach dem Moreanischen Krieg, gegen Ende des 17. Jahrhunderts, uebergaben die Brueder Ivan Petar, Juraj, und Ivan Marchi Ihren Plan zur Kolonialisierung und Abwehr der westlichen Buchten von Šolta an die Republik Venezien. Sie entsendeten einen Antrag an den Guvernor Alvis Mocenigo III. einen Turm in der Bucht von Maslinica erbauen zu duerfen, umgeben von einem Dorf mit einer Kirche.

Die venezianische Regierung genehmigte die Kolonialisierung der Fernbuchten, da durch die neuen Siedler das verwahrloste brachliegende Land bebaut und neu bepflanzt wurde, und durch welche die Bucht, und das Inland bei Piratenangriffen verteidigt wurde. Durch ein Dekret, ausgerufen am 25 August 1703, gab Venedig seine Erlaubnis zur Erbauung des Turmes, Dorfes und der Kirche, und uebertrug 200 Hektar Land.

Nicht viele der Einwohner waren zur Arbeit faehig, da der groesste Teil der erwachsenen Maenner rekrutiert wurde, oder als Ruderer auf Galeren geschickt wurde. Dadurch wurde das Land groessten Teils von Frauen, Kindern, und Aelteren bearbeitet und bebaut. Die Entvoelkerung Šoltas, die Aussetzung fuer Piratenangriffe, und die Naehe der tuerkischen Graenze zu Split trugen zur planierten Kolonialisierung bei. Die Brueder Marchi brachten Leute aus dem kontinentalen Teil und der Region Dalmatinska Zagora, Zaostrog, sowie Prugovo. Der Beginn der Marchi Familien Bauwerke fuehrt ins Jahr 1706 zurueck, als die Kapelle ueber der Bucht von Maslinica erbaut wurde, in Erinnerung an ihren Grossvater Nikola. Diese Kirche/Kapelle wurde dem Heiligen Nikolaus, dem Beschuetzer der Seeleute gewidmet. Die Kapelle wurde auf einem strategisch wichtigen Punkt errichtet, die zur Ueberwachung und Kontrolle der vorbeifahrenden Schiffe und der benachbarten Buchten genutzt wurde. Ein Feldweg fuehrte zum Schloss im Dorf. Das Schloss wurde 2 Jahre nach der Kirche des Sankt Nikolaus erbaut. Das Schloss wurde als Militarfestung konzipiert, mit einem geraumigen Innenhof und einem bemerkenswerten Turm im Hintergrund, als letztem Punkt zur Verteidigung. An der Fassade ueber dem Eingang ins Schloss ist eine Inschrift in lateinisch angebracht, welche der Erbauung des  Schlosses gedenkt, sowie die Brueder Marchi als Wohltaeter und Gruender des ersten Dorfes in der Bucht beschreibt.